MuK goes MOOC

Donnerstag, 2. Mai 2013 6:08

… oder „wenn, dann richtig.“

Seit 2011 gebe ich in jedem Wintersemester eine (verpflichtende) einführende Vorlesung in die Mediendidaktik und Medienpädagogik für Bachelorstudierende im BA MuK, BA Sozialwissenschaft und BA Erziehungswissenschaft mit Wahlpflicht Medienpädagogik. Nach zwei Durchläufen im eher „klassischen“ Vorlesungsmodus habe ich nun ein recht gutes Bild der doch heterogenen Studierendengruppe und ihren Erwartungen erhalten (sehr grob zusammengefasst: Theorieaffinität: eher gering; Praxisbezug: in vielfältiger Weise erwünscht; Mediennutzungserfahrung: eher gering; E-Learning: kaum Kenntnisse; Vorstellung der späteren Tätigkeit: noch unspezifisch; Interesse an Medienpädagogik/Mediendidaktik: bei Einzelnen vorhanden).

Deshalb hatte ich mir schon nach dem letzten Semester vorgenommen, für das kommende Wintersemester das Vorlesungsszenario ganz neu anzugehen und hierfür an meine früheren Erfahrungen mit einer Blended Learning-Vorlesung zur schulischen Medienpädagogik an der Uni Mainz anzuknüpfen. Es sollte eine Veranstaltung werden, die einerseits die Studierenden in die Lage versetzt, das Themenfeld der Medienpädagogik und Mediendidaktik zu überblicken, zu verstehen, was medienpädagogische Praxis in unterschiedlichen Feldern ausmacht und theoretisch wie konzeptionell medienpädagogisches Handeln beschreiben und analysieren zu können. Da die Integration von Medien in der pädagogischen Praxis auch immer eine Frage der Haltung und Einstellung ist, war es mir wichtig, die Studierende durch reflexive und diskursive Elemente mit Unterstützung von Fachtexten, Studien und Praxisbeispielen zu befähigen, zu einer fundierten Position zu gelangen. Dieses wollte ich in einem Blended Learning-Szenario umsetzen, damit die Studierenden schon in ihrem ersten Semester quasi beiläufig „E-Learning“ erleben können und in dieser Hinsicht medienbezogenen Kompetenzen erwerben können.

Mitte März wurden dann 10 Mooc Production Fellowships von iversity und dem Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft für die Konzeption und Durchführung von Massive Open Online Courses (MOOC) ausgeschrieben. Nach anfänglicher Skepsis, inwiefern es sich lohnt, dem Trend der MOOCs zu folgen und dem nicht unbeträchtlichen Aufwand in der Vorbereitung und Durchführung auch auf mich zu nehmen, habe ich mich mit meinem Team beraten und wir haben entschieden: Nach dem Motto „… wenn, dann richtig“ groß („Massiv“). Wir haben die schon bestehenden Ideen weiterentwickelt und eine offene („Open“), und interaktionsfördernde E-Learning-Veranstaltung („Online Course“) für eine Zahl X konzipiert, die eine breite Zielgruppe von Studierenden unterschiedlicher Bachelorstudiengänge inklusive aller Lehrämter sowie schon im Beruf stehende Fachkräfte anspricht und damit zu einer „Grundbildung Medien“ für diverse (medien-)pädagogische Berufsfelder beiträgt.

Deshalb bewirbt sich nun auch das Team der Professur für Mediendidaktik um einen Fellowship. Mit dem Preisgeld werden wir u.a. eine angemessene Betreuung der Teilnehmenden gewährleistet und die Produktion von offenen Lernmaterialien in Form von Open Educational Resources (OER) zur Gestaltung von (weiterer) Open Educational Practice (OEP) finanziert.

Nun hoffen wir natürlich, dass unser Konzept überzeugt und freuen uns über viele Stimmen für unseren MOOC hier!

Thema: Lehre & Studium | Kommentare (0)

Partizipation im Studium

Dienstag, 23. April 2013 15:46

Aktuell beschäftige ich mich in verschiedenen Zusammenhängen mit dem pädagogischen Ideal der „Partizipation“ im Bildungskontext. Dabei versuche ich in den ganzen Phänomenen, die mir zwischenzeitlich begegnen nach Erklärungen zu suchen, unter welchen Bedingungen Partizipation im Lehr- und Lernprozess in welcher Weise funktionieren kann.

So bin ich aktuell dabei, rein konzeptionell die Idee einer partizipativen Mediendidaktik „nebenher“ auszuarbeiten.

Daführ lohnt sich flankierend immer auch ein Blick in die Praxis (an der Hochschule). So bin ich beispielsweise ganz gespannt, was nun die finalen Auswertungen der Masterstudierenden aus dem Lehrforschungsprojekt im vergangenen Semester zum Oberthema „Partizipation bzw. partizipatives Lernen mit digitalen Medien (im Studium und in der Freizeit)“ in ihren Gruppenprojekten ergeben werden - die Abschlusspräsentationen waren in dieser Hinsicht durchaus aufschlussreich. Denn auch hier deutete sich an, dass die Erwartungen an Partizipation stellenweise überzogen sind - selbst in solchen studentischen Gruppen, in denen man diese verstärkt vermuten würde.

Ähnliches haben Sandra Hofhues und ich auch hinsichtlich des Projekts „w.e.b.Square“ festgestellt. Das Projekt existiert nunmehr seit sieben Jahren und hat verschiedene mehr oder weniger partizipative Phasen durchlaufen. Aktuell bietet es aus konzeptioneller Sicht optimale Rahmenbedingungen für eine tatsächliche Partizipation von Studierenden bis hin zur Selbstorganisation. Doch das scheint offensichtlich nicht zu genügen. Sandra Hofhues hat schon hier auf unsere Reflexion dieser Situation im Rahmen der letzten Tagung der Sektion Medienpädagogik, die MWB 2013: Medien – Wissen – Bildung: Freie Bildungsmedien und Digitale Archive (11./12. April 2013 in Innsbruck) verwiesen. Die Folien trage ich hier gerne nach:

Bildungsmedien zwischen Sozialisation, Partizipation und Öffentlichkeit from Kerstin Mayrberger

[Link zum Einspieler im Vortrag: Was ist w.e.b.Square?]

Für die Publikation werden wir nun noch versuchen weiteren Fragen nachzugehen: Welche Anreize braucht Partizipation in diesem Kontext? Gibt es eine Art Lifecycle derartiger Projekte? Oder hängt es schlicht mit einer Generationsfrage zusammen? Möglicherweise können uns auch die aktuell am Projekt beteiligten darauf eine Antwort geben.

Zumindest bietet dieses Projekt einen guten Rahmen, um konzeptionelle Überlegungen zum partizipativen Lernen im Hochschulkontext zu hinterfragen und auch um auf dem Boden der partizipativen Tatsachen zu bleiben ;-)

Thema: Lehre & Studium, Reflexion, Vortrag | Kommentare (0)

… mit etwas Abstand betrachtet.

Montag, 18. März 2013 19:18

Im Zuge der diesjährigen dghd-Jahrestagung 2013 “Professionalisierung der Hochschuldidaktik” habe ich mich (erneut) mit dem Verhältnis von E-Learning und Hochschuldidaktik beschäftigt. Dieses war und ist meines Erachtens besonders aus zwei Gründen wichtig: „eLearning“, wie es die letzten 10 Jahre diskutiert und konzeptionell besetzt war, geht zunehmend in der Hochschuldidaktik oder im weiteren Feld des Lehren und Lernens an der Hochschule auf, worunter oder worin heute selbstverständlicher digitale Medien aufgehen. Doch - und das ist aus einer weiten medienpädagogischen Sicht der Hauptgrund - schließen allgmeine hochschuldidaktische Kompetenzen nicht zugleich auch spezifische medienbezogene Komptenzen mit ein. Dieses gehen mitnichten auch automatisch in einer hochschuldidaktischen Komptenz auf. Durchaus kann man die Beschäftigung mit Medien in der Lehre als Querschnittsaufgabe betrachten, wenn es um Planung, Leitung oder Methoden sowie das Thema Qualität geht. Doch nimmt das meiner Ansicht nach Medien nicht vollends in den Blick - heute sind Medien mehr als Werkzeuge, um Unterricht oder die Studienorganisation zu optimieren.

Die Rollen von Medien gehört umfassender thematisiert und reflektiert bevor man sie als Hochschullehrende/r einsetzt. So geht beispielsweise mit der Einbindung von Angeboten des Social Webs auch immer die Frage einher, was das offene Netz mit den Lehrenden und Lernenen macht. Die Lernenden werden mehr oder weniger selbstbestimmt Teil des Netzes und damit Teil der Netzkultur, wenn sie z.B. Beiträge im Netz im Seminarwiki verfassen und damit mehr oder weniger anonyme Spuren hinterlassen. Durch das Agieren und Reagieren im Netz werden die Lernenden (hoffentlich) von den Lehrenden und/oder Peers dazu angehalten sich als Teil der mediatisierten Welt wahrzunehmen und die eigene Position darin (kritisch) zu reflektieren - also verkürzt gesagt: angehalten einen Bildungsprozess mit und durch Medien zu erfahren.

Diese Sicht ist nicht neu, aber m. E. wird sie noch zu wenig betont, weshalb ich anknüpfend an meine Überlegungen von 2008 zu einer medienpädagogischen Kompetenz von Hochschullehrenden in der Zeitschrift für E-Learning dazu einen aktualisierten Beitrag auf der diesjährigen dghd-Tagung beigesteuert habe, den ich hier gerne zur Verfügung stelle:

Medienbezogene Professionalität von Hochschullehrenden fördern können from Kerstin Mayrberger

Thema: Vortrag | Kommentare (0)

Eindrücke von der didacta 2013

Sonntag, 24. Februar 2013 15:06

Die diesjährige didacta (in Köln) bot wieder einmal eine guten Über- und Einblick besonders zu digitalen und analogen Bildungsmedien für den didaktischen und pädagogischen Einsatz in Kindergarten, Schule und Weiterbildung. Mich hat mit Blick auf meine eigenen Arbeitsschwerpunkte natürlich besonders interessiert, welche Tablets unterschiedlicher Anbieter zur Zeit auf dem Markt sind, was an Cloud-Lösungen angeboten wird und wie der Stand in der Entwicklung bei digitalen Lehr- und Lernmaterialien ist. Dabei zeigten die Gespräche bei den drei großen Schulbuchverlagen eindrücklich, dass man sich nun auf den Weg gemacht hat - aber doch jeder in seinem Tempo. Gerade das Gespräch mit einer kompetenten Vertreterin beim K****-Verlag war sehr informativ und zeigte, dass die digitalen Versionen bei paralleler Marktforschung stetig weiterentwicklet werden (sollen), indem die digitalen Versionen der Bücher aktuell kostenfrei zur Erprobung frei gegeben sind. Von einer abwartenden Haltung - wie noch im letzten Jahr - war hier nichts zu spüren; auch die “Nur-PDF-Variante” wird nicht als akzeptable Lösung gesehen, wie es noch bei anderen der Fall zu sein scheint. Darüber hinaus finde ich es immer spannend, die Angebote zur physischen Ausstattung von Lernräumen anzuschauen - innovative Sitzmöbel, Tische und für die jüngeren Bewegungsmöbel - auch das macht eine anregungsreiche und flexible Lernumgebung aus (so man die finanziellen Mittel und die entsprechenden Quadratmeter zur Verfügung hat), die meiner Ansicht nach völlig unterschätzt wird. Ein schönes nicht digitales Fundstück habe ich am Stand der Firma Lego in der Reihe Legoeducation entdeckt das Produkt LEGO® Education BuildToExpress entdeckt. Neben den schon bekannten Möglichkeiten aus Legosteinen Roboter zu bauen und zu programmieren, gibt es nun auch diese “Kreativboxen” mit einer “wilden Mischung” an Legoteilen zur Unterstützung der Artikulationsfähigkeit (für alle die, die nicht so gerne Zeichnen), um beispielsweise nachzubauen, welches Gefühl nach dem Lesen eines bestimmten Textes vorherrscht und später mit Blick auf die Konstruktionen aller darüber zu sprechen. Als “altes Legokind” war ich hier sofort von dieser Alternative der Visualisierung begeistert und habe mir die eine oder andere Idee schon gemerkt, um im nächsten Semester meinen Studierenden den Konstruktivismus handlungsorientierter nahe zu bringen ;-) Es war jedenfalls sehr anregungsreich wie alle Besucher an den Ständen entlang zu schlendern und Altes wie Neues zu entdecken.

Am Mittwoch war ich sozusagen ganz offiziell unterwegs und im Rahmen des Hochschultags zum Thema wissenschaftliches Fehlverhalten in Schule und Hochschule auf dem Podium zum Thema “Abschreiben unerwünscht!” vertreten. Nachdem sich alle Beteiligten relativ schnell darüber einig waren, dass Software zur Plagiatserkennung a) nicht alle Formen der Plagiate erkennen können und b) somit in keinster Weise hinreichend sind, wurde ausgiebig über die Notwendigkeit von Informations- und Medienkompetenz, später dann über eine medienpädagogische Grundbildung für Lernende wie Lehrende gesprochen und schließlich innovative Formen des Lehren und Lernens mit digitalen Medien mit dem Publikum erörtert, die ein plagiieren (weitestgehend) ausschließen können.

Insgesamt war es ein sehr anregender Besuch und zugleich auch ein wenig ernüchternd - alles geht dann doch seinen relativ gemächlichen Gang: Die Interaktiven Whiteboards wurden in einer auffällig enormen Dichte zu Präsentationszwecken genutzt (wozu sie sich ja auch besonders eignen), nach wie vor wurde der Duden als Buch zum Messerabatt sehr nachgefragt (obwohl die App besser ist, wie ich persönlich finde) und digitale wie analoge Medien haben ihren Platz in den  Bildungseinrichtungen der unterschiedlichen Alltagsstufen – und das ist auch gut so ;-). Denn ein weiterer Eindruck, der für mich geblieben ist, ist der von zahlreichen Lehrer-/innen und Pädagog/-innen, die auf der Messe unterwegs waren, um für “ihre Kinder” neueste Schulbücher, Handreichungen, Hocker oder auch Bastelmaterial günstig zu erwerben, in ihren praktischen Koffern zu sammeln und nach Hause zu bringen – bleibt die Hoffnung, dass diese Dinge ihren Platz in einem innovativen pädagogischen und didaktischem Setting finden … in dem digitale Medien eine sinnvolle Erweiterung darstellen können ;-)

Thema: Allgemein | Kommentare (1)

Tablets im Studium - Lernen mit mobilen Endgeräten?

Mittwoch, 13. Februar 2013 16:42

Ein stetiger (Forschungs-)Begleiter an der Professur für Mediendidaktik ist das Projekt „UniPAd“ geworden. Mittlerweile läuft es ein Jahr und entwickelt sich zu einer kleineren Langzeitstudie – so die aktuellen Teilnehmenden bis zum Ende ihres Studiums dabei bleiben können und wollen. Ein kurzer Bericht (PDF) dazu ist kürzlich im Hamburger E-Learning-Magazin zusammen mit anderen Beiträgen, die einen guten Einblick in aktuelle Ideen und Projekte zur Integration mobiler Endgeräte in Hochschule geben, erschienen.

Basierend auf den ersten Nutzungsergebnissen aus der Pilotphase im SoSe 2012 haben wir für das gerade auslaufende WiSe 12/13 eine standardisierte schrifliche Grundbefragung zum Nutzungsverhalten entwickelt und vor Weihnachten mit den gut 40 Teilnehmenden in den beiden Studiengängen BA und MA Medien und Kommunikation durchgeführt. Ziel soll es sein, diese semesterweise durchzuführen und in Teilen weiter zu entwickeln. Ergänzt wird diese Umfrage (weiterhin) durch Erhebungsmethoden, die der Exploration einzelner Phänomene dienen sollen und die uns einen Zugang zur persönlichen Lernumgebung von Studierenden mit mobilen Endgeräten ermöglichen sollen. Zudem wollen wir auf diese Weise weiterer Felder identifzieren, die es sich zu erfragen und zu erforschen lohnt.

Zur Zeit sind wir dabei, den Projektstand und unsere Forschungsinteressen zusammenzuführen und zu konsolidieren. Dieses ist deshalb wichtig, weil die bisherigen Daten stellenweise durchaus ernüchternd sind, was die Gestalt und Nutzung der Persönlichen Lernumgebung angeht. (Nicht nur) Mit Blick auf die diesjährige GMW 2013, die passenderweise nach nach dem Stand der Dinge von E-Learning zwischen Vision und Alltag fragt, entwickeln wir zur Zeit unsere Fragestellung und auch das methodische Vorgehen weiter um diese Ernüchterung zu spezifizieren. Uns interessieren deshalb weitergehende Fragen wie die Folgenden:

  • Wie lassen sich Intentionen, Begründungen und Reflexion über (häufig beiläufige) Prozesse eines selbstgesteuerten Lernens und potenziell selbstorganisierten Wissenserwerbs erfassen?
  • Inwiefern ist die Persönliche Lernumgebung (PLE) an eigene Gestaltungsvorstellungen ausgerichtet, die möglicherweise als subjektive Didaktik bezeichnet werden könnten?
  • Und welche Rolle spielen für die Gestaltung und die Prozesse in der PLE das persönliche Interesse, die Interaktion und der Austausch mit Peers, der Kontext  und besonders die verwendeten (mobilen) Medien mit der passenden (Social) Software?

Gerahmt werden unsere Forschungsperspektiven nach wie vor von einer übergeordenten Idee der zunehmenden Entgrenzung von formalen Lernprozessen und welche Bedeutung diese für die Gestaltung von Lehren und Lernen mit digitalen Medien spielen (werden).

Wir hoffen, dass wir im Laufe des Jahres auf diese Fragen erste Antworten liefern können und schauen bis dahin auch interessiert auf die Erfahrungen in anderen Projekten.

Thema: Forschung | Kommentare (0)

Partizipative Mediendidaktik

Mittwoch, 28. November 2012 5:09

Gestern hatte ich die Gelegenheit mit einem Beitrag im Rahmen der  Ringvorlesung Medien & Bildung 2012/13: »Medienbildung zwischen Utopie und Praxis« an der Universität Hamburg vertreten zu sein. Für mich war  dieser Termin besonders bedeutsam, weil er mich im positiven Sinne dazu angehalten hat das Thema „partizipatives Lernen mit digitalen Medien“ (wieder) anzugehen und (wieder) einen Schritt weiterzudenken (Die Vortragsdokumentation wird hier eingestellt werden).

Nachdem die letzten Wochen in erster Linie vom Start in das neue Semester (inkl. der sehr kurzfristigen Aufnahme von mehr als doppelt so vielen Studierenden wie üblich), anhaltenden Organisationsentwicklungsprozessen im Institut und Vorträgen und Tagungsbesuchen sowie vom „üblichen Unialltag“ geprägt war, ist jetzt wieder Zeit an diesem Thema weiterzuarbeiten, das mich nunmehr seit mehr als 3 Jahren umtreibt. Über Weihnachten will ich unter dem Oberthema einer „partizipativen Mediendidaktik“ dazu eine erste Ausformulierung vornehmen, die auf meinem Vortrag auf dem 5. Magdeburger Theorieforum „Partizipative Medienkulturen“ der Sektion Medienpädagogik der Deutschen Gesellschaft für Erziehungswissenschaft (DGfE) im Juli 2012 basiert. Ausgangslage ist hier die Frage: „Inwiefern bedarf es im Kontext einer partizipativen Medienkultur auch einer partizipativen Mediendidaktik?“

Als Anker für meine Überlegungen gehe ich konzeptionell einerseits von dem „Mitmachpotenzial“ digitaler Medien aus (aktuell vor allem im Zuge der Entwicklungen im Social Web) und von der Idee einer veränderten Lehr- und Lernkultur die die Partizipationsgelegenheiten, -fähigkeiten und -bereitschaft der beteiligten Personen (und Organisationen) verstärkt. Unter dem (Arbeits-)Titel „Partizipative Mediendidaktik“ geht es mir darum, anknüpfend an bestehende Ansätze zur Allgemeinen Didaktik und Mediendidaktik spezifische Überlegungen zu einer Mediendidaktik auszuformulieren und zu differenzieren, die anknüpfend an die zentrale pädagogische Zielsetzung der Partizipation den Beziehungsraum in Verbindung mit Inhalten und Kompetenzen bei der Gestaltung von Lernumgebungen mit digitalen Medien in den Fokus nimmt.

Hierzu werden sicherlich auch die Ergebnisse aus dem Projekt „PaLerMe“ einen Beitrag leisten, dessen finale Auswertung nach einem Stellenwechsel jetzt wieder angegangen werden kann. Über den Fortgang werde ich hier relativ zeitnah berichten.

Thema: Forschung, Ideen & Konzepte, Reflexion, Vortrag | Kommentare (2)

Mobiles Studieren erproben und beforschen

Mittwoch, 20. Juni 2012 9:46

Zeit für eine kleine Zwischenbilanz.

Nach einigen organisatorischen Vorarbeiten (Technik, Rechtliches, Logistik, Support) läuft nun seit gut acht Wochen im Rahmen meiner Professur für Mediendidaktik am imb das Projekt „UniPAd - iPads an der Universität Augsburg“. Für das Sommersemester 2012 wurden in einem Pilotvorhaben 50 Tablets (hier exemplarisch iPad 2, WiFi, 64 GB) an ausgewählte Studierende der Bachelor- und Masterstudiengänge „Medien und Kommunikation“ für sechs Monate ausgegeben (1:1), die ihnen zur freien Verfügung für Studium, Alltag und Freizeit stehen. Als Gegenleistung wird die Bereitschaft eingefordert, an Erhebungen teilzunehmen, die in diesem Semester laufend vom Team der Professur für Mediendidaktik zum Nutzungsverhalten und zu Gestaltungsprozessen persönlicher Lernumgebungen durchgeführt werden. Zusätzlich entstehen eine Reihe von Abschlussarbeiten in diesem Projektkontext mit spezifischen Fragestellungen u.a. zur Studienorganisation, zur Motivation und Ablenkung oder zu den Grenzen und Herausforderungen des Studieren mit iPads. Diese explorativ angelegten Teiluntersuchungen sollen dazu beitragen, eine Antwort darauf zu finden, inwiefern eine Entgrenzung formaler Lernprozesse durch den Einsatz mobiler Endgeräte wie Tablets im Studium stattfindet, sobald diese Geräte auch in der Freizeit bzw. im Alltag selbstverständlich zur Verfügung stehen. Studium wird hier erst einmal breit verstanden und umfasst Lehre, Betreuung, Prüfung sowie Selbststudium und die Organisation des Studienalltags. Zugleich geht es aber auch darum, kritisch wie konstruktiv zu hinterfragen, wie sich ein erfolgreiches mobiles Lernen zwischen didaktischem Mehrwert und Hype um den Einsatz von mobilen Endgeräten angemessen realisieren lässt.

Bei allen Möglichkeiten, die das persönliche iPad für die leichtere Organisation des Studiums und das bessere Bewältigen des Studienalltags bietet (u.a. Absprachen, Kommunikation, Materialien lesen und bearbeiten) und die – das bestätigen erste Ergebnisse unserer Untersuchungen – auch von den Studierenden gerne genutzt werden, bleiben nach wie vor eine Reihe an Herausforderungen offen. Dieses betreffen sowohl technische Rahmenbedingungen wie auch didaktische und methodische Fragen ein mobiles Lernen sinnvoll in der Hochschullehre zu realisieren und Möglichkeiten mobilen Lernens auszuschöpfen und sogar neu zu schaffen.

Aktuell beschäftigt mich aber vor allem die Frage, ob es angemessen war, Geräte ohne G3-Möglichkeit anzuschaffen (Intention: mehr Geräte für das zur Verfügung stehende Geld, dafür „nur“ WiFi aber 64 GB Speicher) bzw. ob weitere Anschaffungen mit G3 erfolgen sollten. Ich selbst arbeite “nur” mit WiFi und über W-Lan-Zugang zu Hause, in der Uni und per Hotspot unterwegs. Das klappt mit insgesamt gut. Aber  wie sich zunehmend in der Untersuchung zeigt, ist das (kostenfreie) W-Lan nocht nicht so allgegenwärtig, wie angenommen und selbst sehr medienaffine Studierende sind heute (zumeist aus Kostengründen) nicht selbstverständlich mit der neuesten Technik ausgestattet, d.h. nicht alle verfügen schon über Smartphones, mit denen sie beispielsweise auch unterwegs via Hotspot ins Netz käme oder haben ein W-Lan im privaten Umfeld zur Verfügung. Der Zugang zum Internet beschränkt sich daher für einige der Studienteilnehmenden nur auf das W-Lan-Netz der Universität Augsburg, das fast flächendeckend zur Verfügung steht. Entsprechend haben die Studierende ganz unterschiedliche Auffassungen davon, ob sie nun mit iPads mobil oder mobiler sind, als zuvor.
In diesem Zusammenhang entstand auch im Rahmen meines Masterseminars zum „Mobilen Lernen“ eine interessante Diskussion. Wir diskutierten die Frage, inwiefern Mobiles Lernen immer im Netz stattfinden müsse („always on“). Die Diskussion war teilweise kontrovers und schließlich  haben wir uns  darauf verständigt, dass mobiles Lernen mit Bezug zum derzeitigen allgemeinen Begriffsverständnis das Internet zentral einschließt, es sich aber auch um mobiles Lernen handelt, wenn phasenweise (geplant) ohne Verbindung zum Internet mit einem mobilen Endgerät gearbeitet wird (z.B. während einer Bahnfahrt oder unterwegs mit einer App zur Bestimmung von Pflanzen).

Insgesamt bleibt es interessant. Das Projekt wird auch im kommenden Semester laufen und so werden wir genügend Zeit haben, auch den Punkten nachzugehen, die sich in diesem „Explorationssemester“ als spannende Phänomene zeigen. Für mich selbst stellt dieses Projekt  eine sehr schöne Erfahrung dafür dar, wie sich Forschung und Lehre ganz im Humboldt’schen Sinne vereinen lassen und sich gegenseitig bereichern können.

Thema: Allgemein, Forschung | Kommentare (2)

Forschung in der Medienpädagogik

Montag, 7. November 2011 15:40

Ende letzter Woche fand am 3. und 4. November an der Universität Leipzig die Herbsttagung der Sektion Medienpädagogik der DGfE zum Thema “Methodologie und Methoden der medienpädagogischen Forschung” statt. Ausgerichtet wurde die Tagung dankenswerter Weise vom Team der Professur für Medienpädagogik und Weiterbildung um Bernd Schorb. Die eher familiären Atmosphäre bei ca. 50 Teilnehmenden erlaubte einen recht intensiven Austausch – doch, wie so häufig, hätte es noch noch mehr Zeit für einen ausührlicheren Austausch bedarf. Das Tagungsprogramm mit seinen systematischen, konzeptionellen sowie projektbezogenen Beiträgen zur Tagungsthematik deckte alle wichtigen Bereiche ab  – von der Entwicklungsforschung und Evaluation bis hin zu Qualitativer und Quantitativer Forschung im nationalen wie internationalen Bereich. Ähnlich wie bei der Herbsttagung 2010 in Zürich (vgl. meinen Rückblick), bei der es um Grundbegriffen der Medienpädagogik ging, standen  auch auf dieser Tagung letztlich wieder Fragen des Selbstverständisses der Medienpädagogik im Gefüge benachbarter Disziplinen wie der Empirischen Bildungswissenschaft im Zentrum, was sich besonders in der abschließenden Diskussion am Freitag zeigte.

Interessant waren für mich im Laufe der zwei Tage einige Punkte. Dazu zählte am ersten Tag die Diskussion zum Verhältnis von Design Based Research-Ansatz und der Aktions- und Handlungsforschung in der Pädagogik aus den 1970er Jahren, die auch die Schwierigkeiten einschloss, eine nachhaltige Implementationsforschung im Rahmen heutiger Ressourcen über mehrere Zyklen zielführend zu ermöglichen. Zudem war es spannend, sich mit der großen Herausforderung für die Medienpädagogik auseinanderzusetzen einerseits als interdisziplinäre (Tei-)Disziplin (der Erziehungswissenschaft) offen und anschlussfähig sein zu wollen und zu müssen und andererseits einen spezifischen Kern bestimmen zu müssen, damit sie sich und ihre Zuständigkeit gegenüber anderen Disziplinen begründet behaupten kann. Ausgangspunkt hierfür war die eingangs von Gerhard Tulodziecki aufgeworfene Frage, was das genuin medienpädagogische an den vorgestellten Forschungsansätzen oder -perspektiven sei. Diese Frage zog sich  bis in die Abschlussdiskussion durch. Es konnte wie zu erwarten war, in der Kürze der Zeit nicht die Antwort gefunden werden, doch schien sich ein Minimalkonsens abzuzeichnen: Die Anwesenden stimmten eher darin überein, dass es sich bei der Medienpädagogik um eine Handlungs- und Reflexionswissenschaft handle. Als pädagogische bzw. heute eher erziehungswissenschaftliche Disziplin mit deutlichem Bezug zu den Sozialwissenschaften beinhaltet die Medienpädagogik dennoch immer auch eine normativen Perspektive (z.B. in Fragen der Medienkompetenzförderung oder Medienerziehung). Dieses mag damit zusammenhängen, dass eher Konsens darüber bestand, dass ein wesentlicher Kern von Medienpädagogik die medienbezogene Auseinandersetzung mit den erziehungswissenschaftlichen Kernbegriffen Bildung, Erziehung, Lernen sowie Entwicklung und Sozialisation meint. Dieses schließt Praxis, Theorie, Forschung und Entwicklung mit ein. Ausgehend von dem Bereich der medienpädagogischen Praxisforschung wurde so auch diskutiert, inwiefern es einer Unterscheidung zwischen Grundlagenforschung und Forschung und Praxisforschung und Evaluation bedürfe. Konsens war, dass in jeder Praxis auch grundlegende Fragestellungen mitbehandelt werden müssten bzw. grundlegende Forschung und Anwendungsorientierung sich ergänzen und nicht ausschließen oder gar in Konkurrenz stünden. Eine Rückbindung von Theorie und Praxis und umgekehrt, könne dazu dienen, den offenen Kern der Medienpädagogik zu stärken und weiter zu etablieren. Abschließend wurde so auch der Punkt besprochen, welche Position die Medienpädagogik heute mit ihrer spezifischen Perspektive in der Wissenschaftscommunity habe und wie sich diese auf die Förderung von Projekten bzw. die Antragstellung bei Drittmittelgebern auswirke. Dass sich die Medienpädagogik auf Grund aktueller Fördertendenzen nicht komplett “verbiegen” könne war Konsens, aber auch, dass sich die Medienpädagogik nur dann stärker etablieren könne (z.B. mit Blick auf Schaffung/Nicht-Streichung von Professuren), wenn sie sichtbarer im Bereich der Drittmittelforschung (z.B. DFG) werde. Ähnlich wie Mandy Rohs‘ ging es mir bei dem Punkt, dass ich einige Aspekte gerne vertiefend diskutiert hätte – ähnlich wie bei der letzten Herbsttagung.

Für die weiteren Tagungen gibt es also noch genügend Potenzial zum weiteren Diskutieren - so im nächsten Jahr an der Universität Hamburg :-).

Eine kurfristige Möglichkeit biete sich hierzu für Interessierte am 17.11.2011 in Nürnberg, wenn sich im Vorfeld der diesjähigen GMK-Jahrestagung die Initative “Keine Bildung ohne Medien trifft!”, um die zukünftige Ausrichtung und Organisation der Initative zu besprechen. Als ein weiterer Erfolg der Arbeit dieser Gruppe kann sicherlich die gemeinsame Publikation der Ergebnisse des bildungspolitischen Medienkongresses aus dem Frühjahr diesen Jahres in Form einer bildungspolitischen Broschüre dienen. Diese Broschüre, die mehrere Feedbackrunden durchlaufen ist, bis sie in der vorliegenden Form einen gewissen Konsens der medienpädagogischen Communtiy abbildet, liegt auch als PDF vor.

Thema: Community, Veranstaltung | Kommentare (0)

… in eigener Sache.

Montag, 19. September 2011 12:32

Seit heute ist es nun offiziell: Zum 1. Oktober 2011 werde ich von der Johannes Gutenberg-Universität Mainz an die Universität Augsburg wechseln. Dort trete ich eine Universitätsprofessur für Mediendidaktik (W2) am Institut für Medien und Bildungstechnologie (imb) in der Philosophisch-Sozialwissenschaftliche Fakultät an.

Auch auf diesem Wege möchte ich mich nochmals ganz herzlich bei allen Studierenden, Mitarbeiter/-innen und Kolleg/-innen für die gute
und anregende Zusammenarbeit in Mainz bedanken.

Ich würde mich freuen, wenn sich die eine oder andere Verbindung auch über die Landesgrenzen hinweg halten ließe – einer virtuellen Vernetzung steht heute ja (fast) nichts mehr im Wege ;-)

Jetzt freue ich mich, auf das was kommt – vor allem aber auf die sich nun eröffnenden Möglichkeiten in Lehre, Forschung und Entwicklung.

Thema: Allgemein | Kommentare (1)

Tablets im Unterricht - ein Zwischenfazit

Freitag, 16. September 2011 19:07

Im Mai diesen Jahres hatte ich hier schon über die wissenschaftliche Begleitung des Projekts “iPad im Einsatz - Education 2013″ an einer gymnasialen Oberstufe berichtet, die ich zusammen mit Luise Ludwig durchgeführt habe. Zwischenzeitlich ist das die Pilotphase zur Einführung von iPads im Unterricht (als ein Beispiel für tablets im Unterricht)  abgeschlossen und es erscheint mir an der Zeit für mein Zwischenfazit. Dabei beziehe ich mich vor allem auf die Beobachtungen und Erfahrungen, die ich an unseren beiden Hospitationstagen an der BBS im Mai gemacht habe und auf die Gespräche mit den Lehrer/-innen und der Schulleitung bei der Präsentation der Ergebnisse. Für die Ergebnispräsentation haben wir zusammen mit der Schulleitung ein besonders Format gewählt: Sie wurde eingebettet in einen ganztägigen Studientag am Schuljahresbeginn zum Thema iPads, der zugleich die Auftaktveranstaltung für den iPad-Einsatz (1:1) in den beiden Abschlussklassen war. Das besondere war bei dieser Fortbildung , dass den Vormittag über die Schüler/innen und Lehrer/innen gemeinsam an Workshops teilnehmen konnten oder sich die ersten Ergebnisse der Studie gemeinsam anhörten. Im zweiten Teil des Tages wurde dann den Lehrenden der zweite Teil der Ergebnisse der Studie vorgestellt und den Nachmittag über in Fächergruppen gemeinsam an möglichen, realisierbaren Szenarien zum didaktisch sinnvollen Einsatz des iPad 2 im Unterricht gearbeitet wurde. So wurden Ideen für den Sportunterricht (z.B. Bewegungsabläufe mit der Kamera des iPads aufnehmen, um sie direkt im Anschluss (oder später) anschauen und besprechen zu können), den Chemieunterricht (z.B. von zentralen Abläufen einen Trickfilm mit Legetechnik handlungsorientiert erarbeiten zu lassen), den Deutschunterricht oder zum fächerübergreifenden Themenfeld “Gewalt”, bei dem die Fächer Recht, Psychologie, Gesundheit, Pädagogik usf. vernetzt wurden.

Mich hat besonders dieser Nachmittag beeindruckt. In dieser relativ kurzen Zeitspanne hat sich für mich wiederholt gezeigt, dass das Neue seine Zeit braucht, um sich didaktisch sinnvoll im Schulalltag zu integrieren, aber vor allem, dass die beteiligten Akteure für Neues gemeinsame(!) Zeit brauchen. Diese Beobachtung bestätigt hier zwar eher bisherige Erkenntnisse, die zur Implementation von Innovationen in Bildungsorganisationen wie der Schule vorliegen, doch lässt sich m.E. nicht oft genug betonen, dass es gerade bei der Einführung von neuen Technologien in die Schule nicht in erster Linie um die organisatorische und technische Einführung geht. Es ist zwar essentiell, dass die Technik a) vorhanden ist und b) funktioniert und problemlos im Lehr- und Lernalltag benutzt werden kann, doch nur das Vorhandensein von Geräten führt nicht dazu, dass sich ein didaktisch sinnvoller Einsatz quasi “nebenher” entwickelt. Man bleibt dann (nachvollziehbarerweise) doch erst einmal bei den bisherigen didaktischen Konzepten und methodischen Ansätzen und versucht diese mit den neuen Geräten umzusetzen oder zu optimieren. Um sich darüber hinaus auch Neues für die Verwendung des neuen digitalen Werkzug und Mediums zu überlegen, das der Weiterentwicklung der Technologie Rechnung trägt (Stichworte sind hier u.a. Lernorte, Mobilität, Individualisierung, Öffnung), bedarf es eine systematischen und kontinuierlichen Auseinandersetzung mit den Grenzen (!) und Potenzialen der jeweils neuen Geräte für den Unterricht, aber auch für das gemeinsame Arbeiten der Schüler/innen untereinander sowie der Lehrenden mit den Lernenden.

Die Diskussion um den Einsatz von tablets (und pressewirksamer iPads ;-) im Unterricht legt den Finger wiederholt in die technische, organisatorische und didaktische Wunde der Schulen, wenn es um eine adäquate Ausstattung und Infrastruktur für die Umsetzung moderner Unterrichtskonzepte mit Medien geht und die damit verbundene medienbezogene und didaktische Fortbildung alle beteiligter Akteure (vgl. dazu auch die Diskussionen in den letzten 10 Jahre zum Einsatz von Laptops in Schulen wie z.B. im Kontext des SEMIK-Projekts). Denn die Arbeit in einem Projekt wird nicht weniger, wenn erst einmal ein Satz von X Laptops, Netbooks oder iPads angeschafft wurde und z.B. das W-Lan zuverlässig funktioniert – dann beginnt erst die wirklich herausfordernde Arbeit, um eine langfristige, didaktisch motivierte Akzeptanz bei allen Akteuren zu erzielen. ;-)

Soviel zu meinem aktuellen Fazit.

Darüber hinaus haben Luise Ludwig und ich in einem Workshop zu „Lerninfrastruktur in Schulen: 1:1-Computing“ im Rahmen der Tagung “Wissensgemeinschaften” in Dresden einige unserer Ergebnisse und Einschätzungen vorgestellt. Zum Workshop wird noch ein Tagungsband erscheinen. Vorgestellt haben wir zur Diskussion zum Teil über den Text hinaus die folgenden Punkte:

Der Workshop in Dresden war insgesamt sehr informativ und es gab interessante Diskussionen (Danke an die Organisatoren!). Eine weitere Vernetzung ist geplant.

Thema: Allgemein, Forschung, Vortrag | Kommentare (0)