Tagung “Neue Medien in Alltag, Schule und Unterricht – Potentiale und Herausforderungen”
Samstag, 26. September 2009 21:02
Die letzten beiden Tage standen ganz im Zeichen der Tagung “Neue Medien in Alltag, Schule und Unterricht – Potentiale und Herausforderungen”. Die AG Medienpädagogik im Institut Erziehungswissenschaft unter Leitung von Prof. Dr. Stefan Aufenanger hat zusammen mit dem Forschungsschwerpunkt “Zentrum für Bildungs- und Hochschulforschung (ZBH) der Johannes Gutenberg – Universität Mainz eine zweitägige Fortbildung im Tagungsformat (nicht nur) für Lehrerinnen und Lehrer in den neuen Räumlichkeiten der FH Mainz angeboten.
Die Veranstaltung war so organisiert, dass vier “akademische” Plenarvorträge rund um das Thema “neue Medien” zu den Themenfeldern “Schulentwicklung”, “Mediensozialisation”, “Rechtsfragen” und “Lehren und Lernen” zur Orientierung angeboten wurden sowie eine Vielzahl an spezifischen Workshops, die an diese Themenfelder anschlossen (siehe Programm Do, 24.9. und Fr. 25.9.). Mit gut 150 Teilnehmenden war die Tagung ausgebucht.
Ich war mit einem Plenarvortrag zum Thema “Schule 2.0?! – Verändertes Lehren und Lernen mit Social Software” beteiligt:
Aus diversen Gesprächen im Anschluss hieran und auch später, wurde mir sehr deutlich, dass – was bei dem Tagungspublikum natürlich auch nahe liegt – eine grundsätzliche Aufgeschlossenheit für die Integration von neuen Medien in die Lehre, sei es nun in Form von “1.0″ oder “2.0″ vorhanden ist, gerade auch weil die neuen Medien eine so bedeutende Rolle in der Lebenswelt von Kindern und Jugendlichen spielen. Es zeigte sich, dass nach wie vor “gute Beispiele” und “Anregungen für die Praxis”, wie z.B. in hochschuldidaktischen Fortbildungen auch, die mit relativ geringem oder zumindest angemessenem Aufwand umzusetzen sind, von großem Interesse sind. Gerade hier liegt m.E. auch ein Feld, dass vor allem im Bereich von Social Software noch weiterer Bearbeitung bedarf: Die Erprobung, Dokumentation und Evaluation von guter täglicher (Unterrichts-)Praxis.
Zum Abschluss habe ich ein “World Café” mit den verbliebenen ca. 40 Teilnehmenden durchgeführt, in dem es im Sinne eines Rück- und Ausblicks zur Tagung im groben um die Fragen ging, wie ich als Lehrperson selbst die Integration neuer Medien fördern und wo ich überall Unterstützung erhalten kann und welche Erfahrungen da bisher vorliegen. Nachdem ich bisher selbst an unterschiedlichen Varianten von der Methode “World Café” teilgenommen hatte, war ich gespannt, wie diese Methode wohl bei diesem Publikum und vor allem nach einem langen Tagungstag ankommen würde. Es zeigte sich und das deckt sich auch mit meinen bisherigen Erfahrungen als Teilnehmerin, dass solche eher offenen Formate sehr gut angenommen werden und in diesem Fall noch einmal sehr gut wesentliche Gelingensbedingungen für die Integration von neuen Medien (nicht nur) in die Schule gemeinsam herausgearbeitet und (kritisch) diskutiert werden konnten. Ich nehme aus dieser Erfahrung und auch aus denen zur GMW 2009, über die ich hier berichtete, mit, dass offene Formate heute auf Tagungen (neben herkömmlichen Formaten) unbedingt einen Platz haben sollten. Impulse dieser Art erhoffe ich mir u.a. auch von meiner (erstmaligen) Teilnahme an einem BarCamp, der EduCamp 2010 an der Universität Hamburg.
Die vielfältigen Angebote, die professionelle Organisation sowie zahlreiche Möglichkeiten zum informellen Austausch trugen so auch dazu bei, dass vor allem zum Ende der Tagung verschiedentlich geäußert wurde, dass es so eine Art von Veranstaltung für Lehrerinnen und Lehrer bitte häufiger geben solle. Eine Dokumentation zur Tagung (Download von Vortragsfolien, Fotos etc.) wird in den nächsten Tagen hier zu finden sein.

Thema: Ideen & Konzepte, Reflexion, Veranstaltung, Vortrag | Kommentare (2) | Autor: mayrberger

