Forschungsprojekt: PaLerMe

Die Vorlesungszeit neigt sich dem Ende. Dafür nimmt nun das Projekt PaLerMe (Partizipative Lehr- und Lernumgebungen mit digitalen Medien im Unterricht gestalten können. Eine empirische Studie zur mediendidaktischen Kompetenz von Lehrkräften“; http://www.zbh.uni-mainz.de/329.php) langsam an Fahrt auf. Zusammen mit Dipl. Päd. Dominika Bock beschäftige ich mich bis Frühjahr kommenden Jahres aus einer vornehmlich mediendidaktischen Perspektive mit dem Einsatz von Social Software im Unterricht in unterschiedlichen Schulstufen und -formen und welche mediendidaktischen Kompetenzen im Rahmen einer umfassenden medienpädagogischen Kompetenz dafür auf Seiten der Lehrerinnen und Lehrer wichtig sind. Dafür sollen bundesweit ausgewählte, schulische Best-Practice-Beispiele zum Einsatz digitaler Medien im Unterricht untersucht werden. Dabei bedienen wir uns in erster Linie qualitativer Methoden der Schul- bzw. Unterrichtsforschung zur Untersuchung unterschiedlicher Blended-Learning-Szenarien in den unterschiedlichen Schulen.
Den Ausgangspunkt des Projekts PaLerMe stellen die Annahmen dar, dass ein erfolgreicher Einsatz von digitalen Medien, die ein hohes Maß an Aktivität und Beteiligung der Schülerinnen und Schüler, wie beispielsweise Blogs oder Wikis (Social Software), erfordern, im Unterricht nicht selbstverständlich ist. Zugleich wird zur Zeit davon ausgegangen, dass solche Software-Anwendungen das Potenzial besitzen, Unterricht auf partizipativer Ebene positiv zu beeinflussen und damit einen Beitrag zum Lernerfolg leisten zu können. Dafür braucht es wiederum (nicht nur) bestimmte mediendidaktische Kompetenzen auf Seiten der Lehrerinnen und Lehrer. Dieses Annahmen sollen im Rahmen des Projekts PaLerMe anhand ausgewählter Beispiele empirisch untersucht werden. Ziel der Untersuchung ist ein Ausloten von Gelingensbedingungen für partizipatives Lernen mit digitalen Medien im Unterricht, speziell mit Social Software ganz im Sinne des „Mitmachnetzes“. Im Wesentlichen geht es mir bei dem Projekt mit Fokus auf ein medienbezogenes, partizipatives Lernen als Variante offener, schülerorientierter Lernformen darum, zur aktuellen Diskussion um “Web 2.0″ in Schule und Unterricht eine empirische Perspektive als (mögliche) Brücke zwischen Theorie und Praxis beizusteuern. Darüber hinaus soll das Projekt einen Beitrag zur medienbezogenen Lehrer(aus)bildung leisten und - wenn möglich - allgemeine konzeptionelle Überlegungen für eine ‘partizipative Mediendidaktik’ in formalen Bildungskontexten empirisch fundieren und weiter entwicklen.
Die konzeptionellen Vorarbeiten sind für den Moment abgeschlossen und die Akquise ist am Laufen, so dass - wenn alles klappt - die ersten Erhebungen nach den (jeweiligen) Sommerferien erfolgen können.
Für den Fall, dass es vielleicht in der Bundesrepublik noch eine passende Klasse einer Grundschule, Sekundarstufe I oder II gibt, die zu unserem Vorhaben passen würde und die wir bisher nicht angeschrieben haben, freue ich mich über einen Hinweis an: mayrberger (at) uni-mainz.de

Autor: mayrberger
Datum: Montag, 18. Juli 2011 12:52
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