Blog-Ambivalenz?

Es ist hier zwar ruhig geworden …

doch umso betriebsamer war in den letzten Monaten der Alltag rund um Forschung, Lehre, Tagungen, Publikationen, Netzwerken, Vorträgen, Nachwuchsbetreuung, Verwaltung, Politik … und ‘das Leben’.

Insofern greift in diesem Blog schlicht die widersprüchliche Logik: Je mehr passiert und je mehr berichtet und erörtert werden könnte, desto weniger Zeit bleibt dafür.

Letztlich ist das natürlich eine Frage der Prioritätensetzung - auch in ‘vollen’ Zeiten. Doch da Entscheidungsoptionen wie „Blogbeitrag schreiben“ oder „Lehre vorbereiten“ oder „überfällige Abschlussarbeitskorrektur vornehmen“ oder „Treffen mit Mitarbeiter/innen und Kolleg/innen“ oder „einfach mal etwas Privates machen“ bei mir regelmäßig dazu führen, dass der Blogbeitrag nicht auf die vorderen Ränge kommt oder kommen kann, ich aber auch nicht voll auf das Bloggen verzichten möchte (weshalb dieser Blog auch nicht eingestellt wird), muss sich eben das Tool den Prioritäten anpassen. Und so überbrücke ich die Zeiträume zwischen den Langbeiträgen hier mit Microblogbeiträgen zu aktuellen Vorhaben, Fundstücken oder Erwähnenswertem (aktuell) via Twitter, Facebook oder (seltener) google+. Aus diesem Grund wird der M-Blog weiterhin unregelmäßig genutzt werden – sicherlich wird auch mal die Zeit kommen, wenn ich die Prioritäten wieder verschieben kann und möchte und ich hier im M-Blog wieder häufiger und ausführlicher über aktuelle Themen und Aktivitäten rund um Medien, Mediendidaktik, Medienbildung etc. berichten und reflektieren kann.
Im letzten Semester hätte ich gerne an dieser Stelle u.a. ausführlicher Reflexionen zur Bedeutung von mobilen Endgeräten für das Lernen angestellt, die Rolle von traditionellen Überlegungen zur Professionalisierung von pädagogischen Fachkräften und Mediendidaktik im Kontext der nun auch (endlich) in Deutschland geführten Debatte um Open Education erörtern wollen oder über den Fortgang der Projekte „PaLerMe“ und „UniPAd“ an der Professur für Mediendidaktik sowie den aktuellen Vorhaben und Ergebnissen berichten wollen. Ebenso gibt es immer etwas aus der und über die Lehre zu berichten und auch meine Zeit als Prüfungsausschussvorsitz hält so einige Lernstücke gen Studiengangsentwicklung bereit, die es zu erörtern gäbe. Nicht zuletzt waren die letzten Monate noch von Prozessen der Institutsentwicklung begleitet, die ich als Direktorin des ehemaligen imb und heutigen imwk (mit)gestalte und verantworte. Mit einem wunderbaren Fest zur Institutseröffnung ist dieser Prozess seit Ende November 2013 nun formal abgeschlossen und der Alltag hat Einzug gehalten.
Bisweilen ereilen einen auch Erfahrungen, die man nicht ignorieren kann und darf. Sie sollten als Lernanlässe genommen werden (wie mir jemand so schön sagte) um Bisheriges anzuschauen, zu hinterfragen und wo notwendig auch neu zu justieren.
In diesem Sinne freue ich mich auf die kommenden Monate. Ich werde den einen oder anderen Faden des letzten Semesters aufgreifen (Partizipation; Lehre mit und über Lernen mit mobilen Endgeräten, …), aber auch (eingeschränkt) fallen lassen können (Verwaltung, Gremien, Vortragstätigkeiten, …). Ebenso werden für mich spannende Aktivitäten hinzukommen (Buch schreiben beginnen) und sich in diesem Sinne die Prioritäten wieder neu formieren.

Und insofern: Es ist hier zwar ruhiger geworden …. doch vielleicht ändert sich das schon im kommenden Semester. Und wenn nicht … dann ist es eben nicht der passende Kommunikationskanal für den Moment. Soviel zu meiner Blog-Ambivalenz!

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Autor: mayrberger
Datum: Donnerstag, 20. März 2014 10:04
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Ein Kommentar

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    [...] Ereignisse, desto weniger Blogbeiträge. Kürzlich fand ich einen Artikel von Kerstin Mayrberger (hier), der diese Situation ähnlich beschreibt. Weil ich mein Tagebuch jedoch auch für Rückblicke im [...]

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