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… einfach machen!?

Mittwoch, 27. Mai 2009 19:12

… dachte ich mir, nachdem ich mich nach langem bzw. langjährigem Hin und Her dafür entschieden habe, den Wechsel auf eine neue Stelle und damit auch in einen neuen akademischen Abschnitt nun als Anlass zu nehmen, mit einem persönlichen Weblog zu starten. An dieser Stelle möchte ich auch ein herzliches Dankeschön an Rolf Schulmeister und Ralf Appelt richten, mit denen ich mich immer mal wieder in unterschiedlichen Kontexten anregend über den (Un-)Sinn und Zweck (nicht nur) des Bloggens in der und für die Wissenschaft ausgetauscht habe. Überwogen hat letztlich doch die Neugierde auf das “selber tun” und nicht nur drüber reden – aber wenn, dann richtig.

Aber leichter gesagt als getan … Einen Titel für meinen Blog zu finden, der (voraussichtlich) die nächsten Jahre zu mir und zu meinen Schwerpunkten in Forschung & Lehre “passt” und noch nicht anderweitig verwendet wird, war eine kleine Herausforderung.

Das Thema “Blogging” ist mir das erste Mal auf der EdMedia 2004 in Lugano begegnet. Damals konnte ich noch nicht soviel damit anfangen, hatte mir aber kurz nach der Tagung bei “blogger.com” schon mal einen ersten Blog eingerichtet und konnte mit einem “Hello World” aufwarten. Dabei blieb es dann auch fürs Erste. Woran lag das? In meinem Fall u.a. daran, dass zu der Zeit niemand in meinem Umfeld wahrnehmbar bloggte und mir somit ein “anregungsreiches Umfeld” oder gute Vorbilder fehlten.

In den letzten Jahren erfolgte dann begleitet von der stetigen Frage “Passt das überhaupt zu mir?” eine schrittweise Annäherung an das (weltöffentlich) Bloggen bzw. Techniken des “Web 2.0″ - über das Führen von Veranstaltungsweblogs, Erfahrungen im Rahmen eines Institutionenblogs (ZHW-Weblog) bis hin zum Microblogging via Twitter, womit ich zu Beginn dieses Jahres angefangen habe. Ein weiteres ausschlaggebendes Argument zum “… einfach machen im Sinne von 2.0″ lieferte Thomas Häcker in seinem Vortrag und dem vorgelagerten Workshop zum Thema ePortfolio am Fachbereich Erziehungswissenschaft der Universität Hamburg Anfang diesen Jahres, als er sinngemäß hervorhob, dass Lehrende nichts von ihren Lernenden verlangen sollten, was sie nicht selbst erprobt hätten oder tun würden. Warum hat dieser Prozess sich so lange hingezogen? In meinem Fall daran, dass neben dem fachlichen Interesse am Thema “eLearning 2.0″ wohl auch erst eine entsprechende praktische Überzeugung und Bereitschaft herausbilden musste – nach dem Motto “wenn, dann richtig”, was ja angeblich typisch für “uns” sein soll, wenn man den “Zehn Thesen, warum deutsche Blogs nicht funktionieren” Glauben schenkt.

Nun heißt es: Machen und schauen, wie es sich hier entwickeln wird - in inhaltlicher Sicht, wie auch in zeitlicher Perspektive …

Für mich hat dieser Prozess der Annäherung mindestens Zweierlei hervorgebracht: Ich habe jetzt einen persönlichen Weblog und es haben sich Fragestellungen im Kontext von “2.0″ aufgetan, denen ich auf Grund dieser Erfahrungen empirisch nachgehen werde. Darüber werde ich hier u.a. schreiben.

Thema: Forschung, Reflexion | Kommentare (0) | Autor: mayrberger