Leitend für meine Forschungs- und Entwicklungsprojekte ist der Anspruch, neben konzeptionellen Entwicklungen einen empirisch fundierten Beitrag zu einem veränderten Lehren und Lernen unter den Bedingungen von Digitalität und Digitalisierung in vor allem formalen Bildungskontexten zu leisten, um gleichermaßen zur Theoriebildung und Entwicklung der Praxis in diesem Feld beizutragen.

Mein derzeitiger Schwerpunkt liegt in der Auseinandersetzung mit dem Partizipationspotenzial und Partizipationsgrenzen von Lernenden in formalen Bildungskontexten sowie die Bedeutung partizipativer Lernprozesse für die Rolle der Lehrenden unter den Bedingungen Digitalität und Digitalisierung, die nunmehr in einen eigenen Ansatz einer „Partizipativen Mediendidaktik“ gemündet sind. Hierbei flossen bisherige (Lehr- und Lern-) Erfahrungen und Forschungsprojekte im Kontext von Lernen im Social Web, mobilem Lernen, formativen Assessmentformen wie E-Portfolios sowie Erprobung offener Bildungspraxis (open education, open educational ressources, open educational practices) und agiler Lehrentwicklung (agile education) ein.

Für alle Forschungs- und Entwicklungsperspektiven hat eine entsprechende Sensibilisierung und Kompetenzförderung von Akteurinnen und Akteuren – allen voran den Lehrenden und Lernenden sowie der jeweiligen Bildungsorganisation – für eine offene lernendenorientierte Gestaltung von Lernprozessen unter den Bedingungen von Digitalität und Digitalisierung einen zentralen Stellenwert. Dafür wird ein Ansatz „(critical) digital liberal arts“ im Sinne einer (kritischen) Digitalbildung entwickelt und in verschiedenen Formaten der Wissenschaftskommunikation zur Schaffung von Awareness und im Sinne eines Theorie-Praxis-Transfers erprobt.